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Geschichte

Die Gründung

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Haundorf-Beutelsdorf erfolgte am 4. März 1906.

Allerdings ist aus vielen urkundlichen Quellen bekannt, dass bereits 1724 drei Wasserspritzen zum Gemeindeinventar gehörten. Diese wurden bei zahlreichen Waldbränden im Haundorfer Gemeindewald und 1733 bei einem Brand im Haus des Bürgermeisters Kilian Gaßner eingesetzt. Dies war der einzige Großbrand im Verlauf von 100 Jahren und bescherte der Gemeinde Ausgaben von drei Gulden und acht Kreuzer für die Versorgung der Helfer mit Bier und Brot.

Im Jahr 1784 befanden sich unter den Ausrüstungsgegenständen bereits zwei Feuerleitern und zwei Feuerhaken, die zum Einreißen brennender Gebäudeteile dienten. Zur damaligen Zeit war der Gemeindediener, der für den Schutz von Hab und Gut der Dorfbewohner in der Nacht verantwortlich war, mit einem Feuerhorn ausgerüstet, um die Bürger bei einem Brand warnen zu können.

Ab 1828 gab es eine Feuerwehrgemeinschaft, die sich aus den Ortschaften Beutelsdorf, Büchenbach, Haundorf und Kosbach zusammensetzte, und bis zur Gründung der eigenen Ortsfeuerwehr den Feuerschutz übernahm. Im Jahr 1903 wurde eine neue handbetriebene Saug- und Druckspritze beschafft. Diese Pumpe ist bis heute erhalten geblieben.

1906 gründeten schließlich 37 Männer aus Haundorf und aus Beutelsdorf die Freiwillige Feuerwehr Haundorf-Beutelsdorf. Der erste Kommandant, der damals Hauptmann genannt wurde, war der Haundorfer Landwirt Georg Seeberger. Zum ersten Vorstand der Feuerwehr wurde der Landwirt Georg Dengler aus Beutelsdorf gewählt.

  • spritze 1903

Gelöbnisschein

Die Feuerwehrmänner mussten bei ihrem Eintritt in die Feuerwehr einen Gelöbnisschein unterzeichnen, in dem sie ihre Pflichten bekundeten:

„Bei Eintritt in die freiwillige Feuerwehr verpflichte ich mich durch Handgelübde und durch Unterzeichnung dieses Gelöbnisscheines zur vollkommenen Erfüllung der übernommenen Verbindlichkeiten, zur genauen Befolgung der Satzungen und Dienstvorschriften insbesondere zum Gehorsam gegen die Vorgesetzten und zur willigen gewissenhaften Ausführung aller mir aufgetragenen Dienstleistungen. Zugleich verspreche ich, die mir anvertrauten Ausrüstungsgegenstände in ordentlichen reinlichen Zustande zu erhalten und sie in solchen bei meinem Austritte aus dem Corps zurückzugeben."

Strafbestimmungen

Um Feuerwehrmänner bestrafen zu können, die ihre Pflichten nicht ausreichend erfüllen, wurde im Jahr 1907 eine Strafbestimmung durch die Vorstandschaft beschlossen. In dieser Bestimmung ist festgelegt, dass bei unentschuldigtem Fehlen von der Übung 20 Pfennig zu zahlen sind. Bei jedem weiteren Fehlen wurde der Betrag um jeweils 20 Pfennig erhöht.

  • 1 strafbestimmungen
  • 2 rechnung 1906

Die erste Ausrüstung

Bei der Gründung der Feuerwehr mussten erhebliche Investitionen vorgenommen werden. So wurde allein im Gründungsjahr für Ausrüstungsgegenstände ein Betrag von 308,50 Reichsmark an die Paul Ludwig Feuerlöschgeräte- & Maschinenfabrik in Bayreuth gezahlt. Es wurden unter anderem neun Lederhelme, sieben Spitzbeile mit Taschen, neun Laternen und zwei Signalhörner beschafft. Für 390 Reichsmark fertigte der Heßdorfer Schneidermeister Hans Gumbert die Feuerwehrröcke und die dazugehörigen Schulterklappen. Die hohen Ausgaben wurden durch ein Darlehen des Jakob Geinzer, für das jährlich vier Prozent Zinsen zu zahlen waren, finanziert. Die Tilgung erfolgte durch den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 1,20 Reichsmark pro Person und durch einen Zuschuss des Bezirksamtes Höchstadt in Höhe von 50 Reichsmark pro Jahr. Erst 1921 waren alle Schulden beglichen.

Der Erste Weltkrieg

Als der erste Weltkrieg begann, wurden von den 42 Feuerwehrmänner, die die Feuerwehr 1914 hatte, 40 Kameraden einberufen. Neun von ihnen waren bis 1918 gefallen, zwei wurden leicht verletzt und vier Männer kehrten mit schweren Verwundungen zurück.

Spanndienst

Ab 1930 wurden die Haundorfer Pferdebesitzer für einen festgelegten Zeitraum zum Spanndienst eingeteilt. Das bedeutete, dass man bei Brandgefahr in einer benachbarten Ortschaft die Pferde für das Ziehen der Feuerlöschpumpe zur Verfügung stellen musste.

Die erste Motorspritze

1931 kam es zum Brand einer Scheune bei Jakob Geinzer in Haundorf. Bei den Löscharbeiten wurde unter anderem die Motorspritze aus Steudach eingesetzt. Für diese Hilfeleistung wurden 56 Reichsmark gefordert. Da die finanziellen Mittel der Haundorfer Gemeindekasse jedoch erschöpft waren, wurde die Ortschaft Steudach um einen Zahlungsaufschub gebeten. Um in Zukunft solche Probleme zu vermeiden erhielt die Feuerwehr 1932 von der Gemeinde Haundorf-Beutelsdorf die erste eigene Motorspritze. Mit dieser Anschaffung hatte die seit 1906 im Einsatz befindliche Saug- und Druckspritze ausgedient und wurde in Beutelsdorf untergestellt.

  • 1 spritze 1932
  • 2 schlauchturm

Das Feuerwehrgerätehaus

1932 besaßen Haundorf und Beutelsdorf je ein kleines Feuerwehrgerätehaus, in dem auch die gemeindliche Viehwaage untergebracht war. Zwei Jahre später erstellte der Maurermeister Johann Baier einen Plan für den Anbau eines Schlauchturms an das vorhandene Feuerwehrhaus in Haundorf. Dieser Plan wurde jedoch nicht in die Tat umgesetzt. Die Viehwaage ist bis heute erhalten geblieben und wird nach wie vor von den Landwirten genutzt.

Einsatz im Zweiten Weltkrieg

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Haundorfer Feuerwehr in der 9. Reservebereitschaft der erweiterten Löschhilfezone Nürnberg-Fürth eingesetzt. Bei Fliegeralarm mussten die Feuerwehrmänner mit ihrem Motorspritzenanhänger nach Nürnberg und Fürth ausrücken um bei der Brandbekämpfung zu helfen. So manche Bombennacht musste durchstanden werden und bei einem dieser Einsätze wurde die Pumpe sehr in Mitleidenschaft gezogen.

  • loeschhilfezone
Neue Gerätehalle

1952 wurde in der Mönaustraße in Haundorf eine neue Gerätehalle errichtet. Die eine Hälfte nutzten die örtlichen Landwirte um Maschinen unterzustellen, die andere Hälfte bekam die Feuerwehr zur Verfügung gestellt um ihre Ausrüstung unterzubringen.

Neue Motorspritze

Bei einem Großbrand in Steudach 1956 zeigte sich, dass die Motorspritze von 1932 nicht mehr den hohen Anforderungen gewachsen war. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Franz Hußenether wurde als Ersatz eine neue leistungsfähigere Motorspritze vom Typ Magirus TS 8/8 für insgesamt 4500 DM angeschafft.

Das erste Löschfahrzeug

Im Jahr 1966 richtete das aktive Mitglied Georg Frötsch einen gebrauchten VW-Bus zum ersten Löschfahrzeug der Feuerwehr her. Das Auto wurde mit der Magirus Motorspritze von 1956 ausgestattet.

Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)

Ende des Jahres 1980 erhielt die Feuerwehr von der Stadt Herzogenaurach ein neues Löschfahrzeug. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) auf einem Ford Transit Fahrgestell wurde mit komplett neuer Ausrüstung ausgestattet. Dieses Fahrzeug ist bis heute im Einsatz. Am 12. April 1981 wurde das neue TSF vom Geistlichen Rat Jessen geweiht und der damalige Bürgermeister Ort übergab die Schlüssel offiziell an den ersten Kommandanten Markus Seeberger.

  • 1 vw-bus
  • 2 tsf

Gründung der Jugendfeuerwehr

Am 5. April 1987 gründeten der damalige Kommandant Josef Gumbert und der Jugendwart Peter Rollig die Jugendgruppe der Feuerwehr Haundorf-Beutelsdorf. Anfänglich hatte die Jugendgruppe elf Mitglieder. Im ersten Jahr wurden sieben Übungen abgehalten, außerdem wurden die Feuerwache in Erlangen und die Sommerkerwa in Herzogenaurach besucht.

Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses

Im Jahr 2000 stellte der Kommandant Alfons Frötsch einen Antrag auf ein neues Löschfahrzeug. Da jedoch nach den Vorschriften für Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge die vorhandene Gerätehalle für ein neues Fahrzeug zu klein war, wurde beschlossen, sich zunächst um eine neue Fahrzeughalle zu kümmern. Zu diesem Zweck wurde im Juni ein Bauausschuss gegründet. Dieser Ausschuss hatte die Aufgabe, die notwendigen Planungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadt Herzogenaurach durchzuführen. Mitte des Jahres 2001 waren die Planungen abgeschlossen und die Baukosten wurden im Haushaltsplan der Stadt berücksichtigt. Im September 2001 wurde schließlich mit dem Anbau begonnen und bereits am 8. Dezember des gleichen Jahres konnte das Richtfest gefeiert werden. Durch den Einsatz der vielen freiwilligen Helfer gingen die Baumaßnahmen zügig voran. Ende Oktober 2002 war die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses nach 6000 geleisteten Arbeitsstunden nahezu fertig gestellt. Die Einweihung des neuen Gebäudes fand am 17. Mai 2003 statt. Im Beisein von Landrat Irlinger, Bürgermeister Lang, Kreisbrandrat Schalk, der aktiven Mannschaft und vielen weiteren Gästen, darunter eine Abordnung des Freundschaftsvereins aus Tautenburg, die mit ihrem Löschfahrzeug angereist waren, wurde die Einweihung vorgenommen. Für den kirchlichen Segen sorgten der Pfarrer Sterzl und die Pfarrerin Rohde. Am diesem Tag wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Grillfests wurden bei einem Tag der offenen Tür die neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Feuerwehr Haundorf-Beutelsdorf verfügt nun über eine neue Fahrzeughalle, eine Werkstatt zur Wartung der Ausrüstung, ein neues Kommandantenbüro, einen zusätzlichen Unterrichtsraum, sowie über eine komplett ausgestattete Küche.

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